Planungen zum Ausbau L113

Die Gemeinde Alfter hat auf unseren Antrag und eine Nachfrage der Freien Wähler hin die Planungen für den Ausbau der L113 (zukünftig: K1) im Bereich Alfterer Straße/Gielsdorfer Weg veröffentlicht.

Grundidee ist ein Straßensanierung mit durchgängigem, breitem Rad- und Fußweg auf der Westseite von Oedekoven bis Alfter.

Dazu Christian Lanzrath: „Wir begleiten das Planungsverfahren bereits seit Monaten sehr eng und versuchen, möglichst viele Anlieger*innen gut zu informieren und ihre Meinungen zu berücksichtigen. Daher ist es gut, dass die Planunterlagen endlich zur Verfügung stehen. Die Sanierung der L113/K1 ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte in Alfter in den kommenden Jahren. Gute Bürgerbeteiligung sorgt für hohe Akzeptanz, dabei unterstützen wir gerne – um für Alfter, Gielsdorf und Oedekoven zu guten und zukunftsweisenden Ergebnissen zu kommen.“

* Wir haben bereits vor einiger Zeit einen Antrag gestellt, um ein möglichst ansprechende Gestaltung und auch ökologische Vorteile für die Anliegerschaft und die Gemeinde Alfter zu generieren. Hier gibt es den Antrag:

Antrag_Anregungen_Sanierung_L113

Hier geht es zu den Planabschnitten:

Alfter

Gielsdorf-Prinzgasse

Gielsdorf

Staffelsgasse bis Laurentiusweg

Oedekoven

* Der gekennzeichnete Satz mit dem Link zum Antrag wurde am 23.04.2021 ergänzt.

2 Antworten zu “Planungen zum Ausbau L113”

  1. Peter Enis sagt:

    Zunächst mal: Gut, dass sich dort etwas tut. Trotzdem könnte man das Ganze noch ein bisschen ambitionierter angehen, schließllich wird hier die Infrastruktur und die Gestaltung des öffentlichen Raums für die nächsten Jahrzehnte festgelegt.

    Für den Geh- und Radweg ist z.B. als Material Asphalt verzeichnet: Wenn damit die handelsübliche Schwarzdecke sein sollte, dann wird aus der heruntergekommenen Tristesse nur eine ordentliche Tristesse. Für eine so große Investition wäre das ein eher bescheidenes Ergebnis.

    Hier könnte schon auch etwas Geld in die Hand genommen werden, um auch eine gestalterische Aufwertung zu erzeugen. In anderen Ländern/Regionen würde für eine solche Aufgabe ein städtebaulicher oder landschaftsplanerischer Gestaltungswettbewerb durchgeführt werden, hier dagegen darf sich ein Ingenieurbüro mit dem Baukasten der Straßenbaurichtlinien austoben.

    In Zeiten des Klimawandels und der Überhitzung der Siedlungsbereiche müsste hier auf helle Oberflächen gesetzt werden, das sorgt nicht nur für weniger Aufheizung sondern mindert auch die erforderliche Stärke der Straßenbeleuchtung etc., senkt somit auch Kosten. Helle Asphaltsorten werden in vielen Kommunen flächendeckend eingesetzt. Für den Geh-und Radweg, der ja hier hoffentlich nicht benutzungspflichtig werden soll (das würde praktisch Schrittgeschwindigkeit für alle Radfahrer bedeuten, während die Kfz mit 50? dort durchrauschen können…absurd!) und somit dem eher langsamen Radfahrern dient, wäre eine gepflasterte Bauweise gestalterisch ansprechender. Statt dem üblichen grau-in-grau könnten hier z.B. rötliche oder sandfarbene Steine für eine etwas freundlichere Gestaltung sorgen. Es gäbe ansonsten aber auch farbige Asphalte.

    Die versiegelten Flächen sollten doch so weit es geht zurückgenommen werden. Südlich der Einmündung Staffelsgasse braucht es doch z.B. die zusätzlichen Pflasterflächen überhaupt nicht – bitte entsiegeln, Bäume, Sträucher und Blühpflanzen für die Bienen dorthin. Die beiden Verkehrsinseln im Bereich Chateauneufstraße könnten ebenfalls stark verlängert, entsiegelt und mit Bäumen bepflanzt werden. Warum wird die Fahrbahnbreite südlich der Staffelsgasse nicht auch auf maximal 6m verringert? Es sind hier teilweise 8m und mehr, dies wird nicht benötigt und verleitet die autofahrer nur zum Rasen. Dann müsste weniger in Fremdgrundstücke eingegriffen werden und die Versiegelung insgesamt könnte verringert werden, auch wenn das mit der Versetzung der Bordsteine und Sinkkästen wohl etwas mehr Aufwand bedeuten würde. So zementiert man aber den nicht optimalen Zustand für weitere Jahrzehnte.

    Einmündung Staffelstgasse: Bekommt der Radverkehr dort Vorrang? Es ist keine Markierung in den Plänen zu erkennen. Autofahrer aus der Staffelsgasse müssen sehr weit nach vorne fahren, um den Verkehr aus Gielsdorf sehen zu können. Die stehen dann auch mitten auf dem Radweg. Ich würde vorschlagen, nördlich der Staffelsgasse zwischen den Häusern eine dieser Engstellen wie an den beiden Ortseingängen von Gielsdorf einzubauen, damit der Kfz-Verkehr aus Gielsdorf dort gezwungen wird, besonders langsam zu fahren. Dann könnte der Geh-und Radweg dort ebenfalls die volle Breite von 3m haben.

    An der Einmündung Lessenicher Weg fehlt ein wenig ein Konzept, wie Fußgänger und Radfahrer dort fahren sollen, wenn sie aus Alfter Ort kommen und den Lessenicher Weg benutzen möchten. Auch hier könnte noch eine weitere Engstelle eingerichtet werden, die dann dort auch eine Querungsmöglichkeit bietet. Diese Engstellen könnten auch etwas aufgewertet werden, indem sie etwas vergrößert werden, dass dort Bäume gepflanzt werden können.

    Überhaupt: von Begrünung sieht man in den Plänen nicht wirklich viel. Da ist bestimmt noch ein bisschen mehr drin.

    Schöne Grüße.

    • clanzrath sagt:

      Sehr geehrter Herr Enis,

      vielen Dank für Ihren umfassenden Beitrag.

      Wir haben tatsächlich bereits im März einen Antrag gestellt, der solche und weitere Anregungen an den Kreis richtet, u.a. helle Bodenbeläge, mehr Grün, z.B. auch zur Einfassung von Parkmöglichkeiten und insgesamt mehr Entsiegelung, wo es denn geht.

      Ich habe den Antrag nachträglich eingepflegt.

      Im Übrigen ist beabsichtigt, den Radweg nicht benutzungspflichtig auszugestalten, damit schnelle Radfahrer*innen, z.B. auch mit E-Bikes zügig vorankommen.

      Leider haben Radfahrer*innen keinen Vorang an den Kreuzungen, dafür habe ich geworben, aber der ‚alte‘ Rat hat das noch abgelehnt.

      Ich werde das Verfahren weiterhin eng begleiten und mich für diese Belange weiterhin engagiert einsetzen.

      Beste Grüße

      Christian Lanzrath

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