Wir brauchen eine Taktverkürzung der Straßenbahnlinie 18!

Von Justus Liebig

Unser Plan für die Verkehrspolitik beruht auf der Erkenntnis, dass unser bisheriges Mobilitätsverhalten aus Klima- aber auch einfach aus Platzgründen keine Zukunft haben kann. Wir streben eine gleichberechtigte Nutzung der Verkehrswege für Fußgänger, Radfahrer sowie den motorisierten Individualverkehr, die Autos, an.

Eine wichtige Rolle in diesem Plan, der logischerweise hauptsächlich zu Lasten des bisherigen Autoverkehrs gehen muss, spielt der Ausbau und die Stärkung der Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs.

Inhalt:

    • Übersicht Linie 18
    • Was steht einer Taktverdichtung im Wege?
    • Die einzelnen Abschnitte
    • Fazit: Der Ausbau muss vorangetrieben werden!

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Kurze Übersicht über die Linie 18:

Die Stadtbahnlinie 18 ist, zusammen mit der Linie 16, die wichtigste Bahnverbindung im Vorgebirge. Sie führt über Bonner Stadtgebiet bis in den Kölner Osten auf insgesamt 46,4 Streckenkilometern.
Die Strecke ist auf Brühler, Bonner sowie Kölner Stadtgebiet durchgehend zweigleisig. Eigentümer der Strecke sind auf Bonner Stadtgebiet die SWB (Stadtwerke Bonn) und ab der Brücke über die K12n die HGK (Häfen und Güterverkehr Köln). Auf den Abschnitten zwischen Alfter und Roisdorf sowie zwischen Waldorf und Kardorf ist ein zweites Gleis vorhanden.  In Bornheim Stadt gibt es eine Wendeanlage, damit die Linie 68 dort wenden kann.

Was steht einer Taktverdichtung im Wege:

Während die HGK seit 2015 am 2-gleisigen Ausbau der Strecke ab Brühl arbeitet, wird SWB-seitig seit ca. 2 Jahren an einer Machbarkeitsstudie gearbeitet. Diese wurde vom Rhein-Sieg-Kreis in Auftrag gegeben, um zu klären, ob eine Taktverdichtung realisierbar ist.

Notwendig dafür wäre der zweigleisige Ausbau der Streckenabschnitte zwischen Bonn-Dransdorf und Alfter sowie zwischen Roisdorf-West und Bornheim. Auch zwischen Bornheim und Waldorf verläuft die Strecke eingleisig.

Zum anderen müsste in dieser Studie geklärt werden, welche Kosten entstehen und welche Kommune welchen Antail davon zu bezahlen hätte. Die Studie hätte schon im letzten Jahr vorgestellt werden sollen.

Auf unsere Anfrage zum Rat vom 25.Juni, hin hat die Verwaltung mitgeteilt, dass die Gemeinde Alfter sich an der Studie beteiligen wird. Das Ergebnis wird dem Rat vorgelegt, sobald es verfügbar sei.

Die einzelnen Abschnitte:

Schauen wir uns die Abschnitte mal genau an:

    • Der Abschnitt zwischen Alfter und Dransdorf:
      Hier fehlt das zweite Gleis auf einer Länge von ca. 2 Kilometern. Damit einhergehend der komplette Unterbau. Die Brücke über die K12n ist für das zweite Gleis ausgelegt und muss nicht umgebaut werden. Ebenfalls muss es Anpassungen an der Leit- und-Sicherungstechnik geben. Auf dem Abschnitt müssen sich die SWB und die HGK einig werden, eine plausible Kostenschätzung für den Abschnitt existiert leider nicht.
    • Der Abschnitt Roisdorf-Bornheim: Dieser Abschnitt ist ca. 3 Kilometer lang, der zweigleisige Ausbau wird hier aber aufgrund der Beschaffenheit des Terrains, der notwendigen Errichtung des zweiten Bahnsteiges in Bornheim Rathaus im Vergleich zum Alfter-Dransdorf Abschnitt teurer. Für die Einführung eines 10 Minuten Takest zwischen Alfter und Bonn ist der zweigleisige Ausbau auf beiden Abschnitten nötig.

Fazit: Der Ausbau muss vorangetrieben werden!

Wir als SPD Alfter setzen uns für die schnelle Realisierung des Ausbaus ein, denn nur so schaffen wir es zum einen die Fahrzeiten des ÖPNV zu stabilisieren und damit dessen Attraktivität zu erhöhen, damit mehr Menschen vom Auto auf die (Stadt-)Bahn umsteigen.

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