Das Baugebiet „Buschkauler Feld“ in Witterschlick wird gebraucht!

von Thomas Klaus

Bezahlbarer Wohnraum wird auch in Alfter dringend benötigt. Deshalb sollen am Rande von Witterschlick auf dem „Buschkauler Feld“ Wohnungen und Häuser für ca. 600 Einwohner entstehen. Dabei sind ökologische Aspekte und die Anliegen der Anwohner mit dem Bauprojekt in Einklang zu bringen.

Nachdem die ursprünglich angedachte Größe des Baugebietes und damit die Zahl der dort zukünftig wohnenden Menschen drastisch reduziert wurde, unterstützen wir das Projekt. Es ist ein wichtiger Baustein, um durch die Erhöhung des Wohnungsangebotes den Anstieg der Mieten und Hauspreise bei uns zu dämpfen.

Wie ist der Stand des Projektes?

Das geplante Projekt „Buschkauler Feld“ am Rande von Witterschlick Richtung B 56 wurde bereits mehrmals kontrovers in den Ausschüssen und im Rat der Gemeinde diskutiert: Verkehrsprobleme, Umweltprobleme, Fragen einer ausreichenden Infrastruktur in Witterschlick sowie Belästigungen der Einwohner wurden angesprochen.

Nun wird die geplante Änderung des Flächennutzungsplans für das „Buschkauler Feld“ öffentlich ausgelegt. Das hat der Alfterer Ausschuss für Gemeindeentwicklung, Umwelt, Planung und Mobilität am 18. Juni 2020 festgelegt. Der Beschluss zur Beteiligung der Öffentlichkeit und zur Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange soll Anfang September erfolgen. Verbesserungen und Änderungswünsche für den Bebauungsplan können dann offiziell eingebracht werden.

Wofür haben wir uns eingesetzt?

    1. Im Plangebiet sollten diverse Mehrfamilienhäuser errichtet werden, um mehr Menschen bezahlbares Wohnen zu ermöglichen und die Flächenversiegelung zu begrenzen. Ein Antrag der SPD, den Anteil der Mehrfamilienhäuser auf etwas über 50% zu erhöhen, fand im Alfterer Rat leider keine Mehrheit.
    2. Unser Antrag, einen Teil der Grundstücke über Erbpacht zu vergeben, um Wohneigentum preisgünstiger anbieten zu können, wurde dagegen im Rat mit knapper Mehrheit beschlossen. Damit werden Anschaffungskosten beim Haus- und Wohnungsbau gesenkt.
    3. Unsere Vorstellung, die Mehrfamilienhäuser mit maximal vier Geschossen zu errichten, fand eine Mehrheit. Beschlossen wurde, die Mehrfamilienhäuser mit drei Geschossen und einem möglichen Staffelgeschoss zu planen.
    4. Wir hatten gefordert, umweltfreundliche Energieformen für das Baugebiet festzuschreiben. Bedauerlicherweise hat der Alfterer Rat den Investoren und Bauherren aber keine Vorgaben für die Wärmeerzeugung gemacht.
    5. Im Baugebiet sollte moderne Glasfasertechnik bis ins Haus verwandt werden. Die Gemeinde will dafür nun Gespräche mit Unternehmen führen.
    6. Als Klimaschutzmaßnahme sollte in der neuen Siedlung der motorisierte Individualverkehr zurückgedrängt werden. Das dafür notwendige Parkhaus für die Anwohner darf jedoch nicht direkt vor dem Kindergarten gebaut werden.
    7. Die Gärten und Freiflächen sollten mit einheimischen Bäumen, Sträuchern und Blühstreifen begrünt werden. Schottergärten sind dagegen nicht akzeptabel. Über die endgültige Grünplanung ist noch nicht entschieden.

 

Fazit

Der derzeitige Bebauungsplan ist ein Kompromiss zwischen der Notwendigkeit, bezahlbare Wohnungen bereitzustellen, den Interessen der Anwohner und den entstehenden Umweltbelastungen.

Unter Berücksichtigung dieser zum Teil konträren Ziele ist es für uns bei den derzeitigen hohen Mieten und Hauspreisen wichtig, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Daher haben wir uns für das Projekt „Buschkauler Feld“ entschieden. Wir hoffen auf eine vielfältige Bürgerbeteiligung, um das Projekt noch verbessern zu können.

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