Ein schlechter Tag für günstigen Wohnraum in Alfter

Bericht der Fraktion aus dem Rathaus:

Für die SPD Alfter ist die Schaffung von günstigem Wohnraum für die breite Masse der Gesellschaft ein wichtiges Anliegen. Wohnen für die Krankenschwester, den Handwerker, die Kassiererin, für einfache Angestellte, für Erzieherinnen und viele andere mehr. Hierzu lag dem Rat der Gemeinde Alfter ein gutes Konzept vor, an dem die SPD Alfter prägend mitgewirkt hat.

Günstige Abgabe von Bauland an Familien und sozialer Wohnungsbau waren wesentliche Säulen dieses Konzepts.

Die Fraktionen im Alfterer Gemeinderat haben in den letzten Monaten mit dem Ziel diskutiert, Bauen und Wohnen in Alfter auch für Nicht-Reiche finanzierbar zu machen. Dafür erwirbt die Gemeinde die Grundstücke und gibt sie nach vorab definierten Kriterien vor allem an junge Familien und Menschen mit geringerem Einkommen weiter.

Im letzten Rat am 14. Mai 2020 haben allerdings die Fraktionen der CDU. FDP und UWG ihre eigenwilligen Vorstellungen zum Bauen und Wohnen mit knapper Mehrheit durchgesetzt: Weniger Land zur Vergabe nach sozialen Kriterien, weniger sozialer Wohnungsbau, keine Begründung und Veräußerung von Erbbaurechten, um die Kaufpreise niedriger zu halten, Bevorzugung von Gewerbetreibenden und Freiberuflern.

„Damit wird die Idee, erschwingliches Wohnen für alle, zunichte gemacht. Zukünftig werden sich in Alfter nur noch Reiche niederlassen können. Die SPD Alfter lehnt diese neuen Grundsätze zur Baulandentwicklung entschieden ab und hält diese Entschlüsse für unsozial und ungerecht. Sollte sich nach der nächsten Kommunalwahl im September die Chance dazu bieten, werden wir als erstes diese Beschlüsse wieder rückgängig machen“, sagt dazu Thomas Klaus, der Fraktionsvorsitzende der Alfterer SPD.

Die SPD Alfter hält den Beschluss für gesellschaftlich nicht gerecht. Wozu ist eine kommunale Selbstverwaltung schließlich da, als für die Versorgung ALLER Menschen mit den Grundbedarfen wie einer Wohnung?

Die SPD-Alfter bleibt an dem Thema hartnäckig dran und wir auch in den kommenden Wochen hierzu inhaltlich informieren.

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