Sebastian Hartmann zum neuen SPD-Chef in NRW gewählt

Der neue Landesvorsitzende der SPD in Nordrhein-Westfalen kommt aus dem Rhein-Sieg-Kreis. ....

Auf dem Landesparteitag in Bochum wurde der 40-jährige Bundestagsabgeordnete Sebastian Hartmann zum neuen Vorsitzenden des mitgliederstärksten SPD-Landesverbandes NRW gewählt. Hartmann forderte in seiner Vorstellungsrede die Delegierten auf, sich wieder auf Politik zu konzentrieren und jenseits von Formelkompromissen wieder „Rot pur“ in den Mittelpunkt zu stellen. Nur durch die offene Debatte neuer Ideen könne die SPD als linke Volkspartei wieder der spannendste politische Ort im Land werden.

„Unsere Antwort auf Ungleichheit und Spaltung ist der starke solidarische Sozialstaat, der soziale Sicherheit für alle garantiert“, erklärte Hartmann unter dem Applaus der Delegierten. Um ihn wieder zu stärken, forderte Hartmann einen „New Deal“ mit sozialen Investitionen und Innovationen. Eine Landesbaugesellschaft solle endlich bezahlbare Wohnungen bauen, eine „Bad Bank“ Städte und Gemeinden von ihrer Schuldenlast befreien und auch das Schulsystem müsse neu gedacht werden, um wieder Aufstieg durch Bildung für alle zu ermöglichen.

Eine Idee für den ländlichen Raum hatte Hartmann auch im Gepäck. Mit einem Landesprogramm möchte er hunderte neue Bürgerhäuser schaffen, in denen Menschen zusammenkommen können, damit das Dorfleben nicht mit der letzten Kneipe aussterbe.

Der frisch gewähle SPD Landesvorsitzende Sebastian Hartmann und die Alfterer Teilnehmer des Landesparteitages

Die schwarz-gelbe Landesregierung kritisierte der neue SPD-Chef scharf. Das Kabinett sei mehr mit eigenen Pannen beschäftigt, als mit der Lösung der Probleme im Land. Von den lautstarken Versprechen vor der Wahl sei nicht viel übrig geblieben, denn die Menschen stünden vielfach weiter im Stau, fänden keine Wohnung oder Kita-Platz. Am Ende überzeugte Hartmann die Delegierten und wurde mit über 80% Zustimmung zum neuen Landesvorsitzenden gewählt.

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